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Mai 22, 2012

Kurzinfo: Owncloud 4 released

Nach vier monatiger Entwicklungszeit ist Owncloud 4 fertig. Es gibt zahlreiche Verbesserungen gegenüber der Vorgängerversion. Sicherlich sind die Möglichkeit die eigenen Dateien zu verschlüsseln und die Versionierung zwei der wichtigsten Neuerungen, jedoch bei weitem nicht die einzigen. Mehr Infos zum Release gibt es auf blog.karlitschek.de.

Mai 18, 2012

Libertree – erste Eindrücke

Das Projekt Libertree (siehe auch “Neues dezentrales soziales Netzwerk von Ex-Diasporians gegründet”) macht auf mich nach dem ersten reinschnuppern einen durchaus vielversprechenden Eindruck.

Von der Funktionalität erinnert es im Moment an Twitter. Es gibt Hashtags, welchen u.a. auch in sogenannten “Rivers” gefolgt werden kann. Rivers können mit einer Syntax den eigenen Bedürfnissen entsprechend erstellt werden. Zum Beispiel ist es möglich einem Tag (oder auch einem Suchbegriff ohne ‘#’) nur auf dem eigenen Server (“Tree”) zu folgen oder auch denen, aus dem daran angeschlossenen Netzwerk von weiteren Servern (“Forest”).

Eine Möglichkeit die Sichtbarkeit der eigenen Post auf bestimmte Gruppen einzugrenzen gibt es (noch?) nicht.

screenshot libertree

Die Suche und die Benachrichtigungen scheinen schon gut zu funktionieren, letztere werden auch, wie bei Twitter im Titel, d.h. im Tab angezeigt.

Die Artikel Ansicht sieht durch die Zweiteilung aufgeräumt aus.

screenshot artikelansicht

Die Profilseiten beschränken sich momentan auf ein Textfeld und ein Profibild.

Es ist auch schon möglich einen eigenen Libetree Server (‘Tree’) zu betreiben. Wer einen eigenen ‘Tree’ installieren möchte, findet eine detaillierte Anleitung im Github Wiki.

Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase, jedoch macht mich die “Raison d’être” im Github Wiki optimistisch, dass das Projekt in gute Richtung entwickelt.

I created Libertree because I wanted a social network that was free from the tentacles of commercial interests. In building and continuing to shape this software, I also want to foster a great community, a place where people can find a positive, friendly atmosphere, and also feel involved in its growth, improvement and progress. In the Libertree community, I want people to experience being listened to, talked with, and acknowledged when it comes to using the software and being a part of the community. I want to make Libertree into what people want it to be, something that makes them happy, that makes their lives simpler, easier, better.

Wer Libertree (in der frühen Entwicklungsphase) selbst ausprobieren mag, kann auf http://libertreeproject.org/ per E-Mail nach einer Einladung fragen, oder meldet sich hier mit einem Kommentar.

Mai 17, 2012

Neues dezentrales soziales Netzwerk von Ex-Diasporians gegründet

Die beiden früheren Diaspora* Mitentwickler_innen Pistos (siehe u.a. Hinweis: “Diaspora and Me”) und Rekado haben ein neues Projekt begonnen. Libertree heißt das dezentrale soziale Netzwerk, welches sich momentan in der Alpha Phase befindet. Es ist offensichtlich eine Reaktion auf die Entwicklungen bei Diaspora*. Libertree ist freie Software und steht unter einer AGPL Lizenz, der Quellcode ist auf Github zu finden.

Pistos war schon zuvor durch seine Diaspora/Pistos Fork bekannt, seit einiger Zeit war auf Diaspora* nicht mehr viel von ihm zu hören, jetzt erklärt sich warum. Sobald ich einen Testaccount und mehr Zeit habe, werde ich mehr zum Thema schreiben.

Mai 3, 2012

Die Owncloud Android App ist da

Am 27.04. ist die Owncloud Android (2.3.6. oder höher) App erschienen.Sie steht unter einer GPL Lizenz, der Quellcode ist hier zu finden.

Der Funktionsumfang hält sich noch im Rahmen. Es ist möglich die Dateien in der Owncloud zu durchsuchen, zu löschen und hoch / runter zu laden. Wie bei Dropbox kann die App mit einem 4-stelligen Pin gesichert werden.

In 4-6 Wochen soll die nächste Version erscheinen, welche dann auch in ‘Google Play’ verfügbar sein wird.

Wer die App ausprobieren möchte findet sie auf https://owncloud.com/download.

April 28, 2012

GnuPG-Verschlüsselung mit Nautilus funktioniert wieder

Die GnuPG-Plugins für Nautilus und Gedit (seahorse-plugins) sind mit Ubuntu 11.10 aus den Paketquellen verschwunden. (siehe dieser Artikel). Jetzt gibt es mit Ubuntu 12.04 zumindest wieder ein GnuPG-Plugin für Nautilus. Das zu installierende Paket heißt

seahorse-nautilus

Nach der Installation muss Nautilus neu gestartet werden, das erledigt der Befehl

nautilus -q

im Terminal, alternativ hilft auch ab- und wieder anmelden.

Danach sollten bei einem Rechtsklick auf eine Datei oder einen Ordner die Optionen “Verschlüsseln …” und “Signieren” vorhanden sein.

April 27, 2012

Spendenaufruf für Ubuntu Deutschland e.V. (u.a. Ubuntuusers.de)

Der Verein Ubuntu Deutschland e.V. hat eine Spendenkampagne gestartet, um die Serverinfrastruktur auf der ubuntuusers.de, die Website des Ubucon und weitere Dienste aus der Ubuntu Community (nicht nur der ‘deutschen’), liegen auch in Zukunft am laufen zu halten. Mit einer Spende können also gleich mehrere unterstützenswerte Projekte gefördert werden.

Der Spendenaufruf nennt die Gründe und das Ziel der Kampagne, welches nach dem Vergleich diverser Angebote auf 12.000 Euro festgelegt wurde. Gespendet werden kann direkt per Überweisung oder mit Paypal. Mehr Infos gibt es auf ubuntuusers.de.

April 22, 2012

Grundlagen: Programme unter Ubuntu installieren / deinstallieren

Als ich diesen Blog zu schreiben begann, hatte ich mir vorgenommen jeden Artikel (auch) für Leute verständlich zu schreiben, welche noch nie zuvor Linux genutzt haben. Um dem Anspruch (hoffentlich) auch weiterhin gerecht zu bleiben, aber nicht in jedem Artikel eigens darauf einzugehen wie Programme / Pakete unter Ubuntu genau installiert werden, schreibe ich diesen Grundlagen Artikel über die Installation / Verwaltung von Programmen / Paketen um dann gegenbenenfalls darauf verlinken zu können.

Paketquellen

Die Installation von Software unter Linux / Ubuntu unterscheidet sich von der unter Windows in erster Linie durch die Paketquellen. In diesen befinden sich die meisten Programme die im Computeralltag gebraucht werden. Diese Art der Organisation von Software hat einige Vorteile gegenüber der Art unter Windows Software zu installieren. Zum einen ist relativ sicher, dass es sich bei den Programmen, die heruntrergeladen werden, auch um die handelt die man haben möchte, und nicht um manipulierte Duplikate, das wird auch durch die Signierung der Pakete sichergestellt. Zum Anderen werden die Paketquellen (in unterschiedlichem Maße) gepflegt, d.h. gibt es ein Update für bestimmte Software weist die Paketverwaltung darauf hin und installiert , wenn das gewünscht ist, auch wichtige Sicherheitsaktualisierungen automatisch. Zudem achtet die Paketverwaltung auf die Kompatibilität der Pakete untereinander und auch auf die mit dem Betriebssystem selbst.

Es gibt zudem Möglichkeiten Software zu installieren, welche sich nicht in den Paketquellen befindet, dazu später mehr.

Ubuntu Software-Center

Die standard Anwendung zur Installation von Programmen / Paketen unter Ubuntu ist das “Ubuntu Software-Center”.

Installation von Programmen / Paketen

Es befindet sich unter den Anwedungen des Typs “System“. Die Installation von Programmen ist damit denkbar einfach. Ist das gesuchte Programm / Paket gefunden muss nur auf installieren geklickt werden, anschließend sollte sich das gewünschte Programm / Paket auf dem Rechner befinden.

Auch die Installation von “.deb Paketen” ist mit dem Ubuntu Software-Center möglich, es öffnet sich automatisch, wenn eine solche Datei mit einem Doppelklick geöffnet wird (aber Achtung bei Software aus Fremdquellen!). Alternativ können die .deb Pakete auch mit gdebi installiert werden. Auf die Installation von .deb Paketen mit der Shell gehe ich am Ende des Artikels ein.

Deinstallation von Programmen / Paketen

Die Deinstallation funktioniert genauso einfach. Programm / Paket suchen und “Deinstallieren” klicken.

Das Ubuntu Software-Center ist stark auf Anwender_innenfreundlichkeit ausgelegt, für einige wahrscheinlich sogar etwas zu stark. So werden beispielsweise viele Programme / Pakete augeblendet und müssen erst über einen Klick auf “…Technische Dateien anzeigen” eingeblendet werden. Für Menschen ,die sich mit den Funktionen und der etwas überladenen Oberfläche des Software-Centers nicht anfreunden können gibt es Alternativen, eine davon ist die Synaptic Paketverwaltung.

Synaptic

Das Programm welches unter Ubuntu vor dem Software-Center standardmäßig zur Paketverwaltung installiert war heißt “Synatptic” und muss bei neuen Ubuntu Installationen zunächst selbst installiert werden. Das zu installierende Paket heißt

synaptic

Installation von Programmen / Paketen

Nach der Installation kann auch Synaptic unter den Anwedungen vom Typ “System” gefunden werden. Auch hier können die Programme / Pakete über das Suchfeld zunächst gesucht werden. Ist man nicht sicher wie ein Paket genau heißt ,hilft meistens das Ubuntuusers.de Wiki weiter.

Ist das Programm / Paket gefunden, kann es durch einen  (Links-)Klick auf das (noch) leere Kästchen am Anfang der Zeile mit “zum Installieren vormerken” zur Installation ausgewählt werden. Es können auf diese Weise mehrere Programme / Pakete ausgewählt werden. Sind alle gewünschten Programme / Pakete markiert, können diese durch einen Klick auf “Anwenden” (der grüne Haken oben) installiert werden. Synaptic fragt noch einmal nach, ob die Programme / Pakete wirklich installiert werden sollen und zeigt eventuell mögliche Probleme an. “Anwenden” installiert die Programme / Pakete dann aber wirklich.

Deinstallation von Programmen / Paketen

Installierte Programme / Pakete können durch einen (Links-)Klick auf das nun grüne Kästchen am Anfang der Zeile auch wieder deinstalliert werden. Hier erlaubt Synaptic die Auswahl zwischen “Zum Entfernen vormerken” und “Zum vollständigen Entfernen vormerken“. Letztere Option löscht auch die vom Programm angelegten Konfigurationsdateien.

Paketquellen verwalten

Über “Einstellungen” -> “Paketquellen” können diese verwaltet werden. unter dem Reiter “Andere Software” können beispielsweise Paketquellen hinzugefügt bzw. entfernt werden.

Wurden neue Paketquellen hinzugefügt müssen diese über “Neu laden” in Synaptic erneut eingelesen werden, bevor die Programme / Pakete über die Suche gefunden werden können.

Shell

Wer keine grafische Oberfläche braucht oder installiert hat kann selbstverständlich auch über die Shell seine Programme / Pakete verwalten. Es kann durchaus nützlich sein die Befehle auch zu kennen, wenn normalerweise nur das Software-Center genutzt wird, beispielsweise wenn aufgrund eines Grafikkartentreiber Problems keine grafische Oberfläche verfügbar ist. Auch werden in vielen Tutorials nur Befehle angegeben durch welche Programme / Pakete installiert werden etc. es kann nicht schaden zu wissen, welche Befehle man da gerade mit Superuser Rechten auf dem eigenen Computer ausführt.

Die wichtigsten Befehle sind

sudo apt-get install PAKETNAME1 PAKETNAME2 (usw.)

um Programme / Pakete zu installieren

sudo apt-get remove PAKETNAME

um Programme / Pakete zu deinstallieren, die Konfigurationsdateien bleiben erhalten

sudo apt-get purge PAKETNAME1 PAKETNAME2

um Programme / Pakete einschließlich deren Konfigurationsdateinen zu deinstallieren

sudo apt-get update

aktualisiert die Paketquellen

sudo apt-get upgrade

installiert vorhandene Aktualisierungen

sudo dpkg --install /PFAD/ZUR/PAKETDATEI.deb

installiert ein “.deb Paket” (auch hier Achtung bei Software aus Fremdquellen!).

Mehr Informationen zu apt-get gibt es im Ubuntuusers.deWiki.

April 21, 2012

Exif Daten aus Bildern löschen

Im Exif Format speichern Digitalkameras diverse Daten (Datum, Uhrzeit, GPS-Koordinaten, Orientierung, Brennweite, Belichtungszeit, Blendeneinstellung, Belichtungsprogramm, etc.) in der Bild Datei. Sollen die Bilder, aber nicht der komplette Exif Datensatz, beispielsweise in diversen sozialen Netzwerken geteilt werden, ist es sinnvoll die Exif Daten zu löschen.

In den Ubuntu Paketquellen befindet sich das (Konsolen-)Programm “ExifTool“, damit lassen sich leicht Exif Daten ganzer Bilderordner bearbeiten.

ExifTool wird über folgendes Paket installiert:

libimage-exiftool-perl

Nach der Installation kann Exiftool über die Konsole aufgerufen werden. Der folgende Befehl löscht die Exif Daten einer Datei:

exiftool -overwrite_original -all= PFAD/ZUR/DATEI.jpg

(Beispiel: exiftool -overwrite_original -all= /media/images/1.jpg)

Wird statt des Dateinamens ein “*” gesetzt löscht ExifTool die Exif Daten aller in diesem Ordner vorhandenen .jpg Dateien.

(Beispiel: exiftool -overwrite_original -all= /media/images/*.jpg)

Wer nicht gleich alle Dateien überschreiben möchte lässt die Option “-overwrite_original” weg. Die original Datei wird dann unter “DATEINAME_original” erhalten.

(noch ein Beispiel: exiftool -all= /media/images/*.jpg )

ExifTool kann selbstverständlich viel mehr als nur die Exif Daten löschen, wer sich eingehender mit damit beschäftigen möchte kann beispielsweise im Ubuntuusers.de Wiki beginnen, oder besucht die (englischsprachige) Website des Projekts.

April 19, 2012

crypto.cat – die Verschlüsselung sicher tanzen

Über crypto.cat – eine WebApp für verschlüsselte (Gruppen-)Chats – habe ich bereits vor einiger Zeit berichtet. Heute habe ich gelesen, dass sich Entwickler_innen auf dem Wall Street Journal Data Transparency Hackathon eine nette Funktion für die in Entwicklung befindliche craypto.cat Android App CryptocatBot ausgedacht haben. Die Zufallszahlen welche crypto.cat für die Verschlüsselung benötigt (für jede Sitzung werden neue Keys erstellt) werden hier nicht (wie bei der WebApp) durch möglichst wahlloses tippen auf der Tastatur erzeugt sondern durch tanzen / Bewegung.

Das ist meiner Meinung nach mal eine echt schicke und sinnvolle Einsatzmöglichkeit für die in (so gut wie?) allen Smartphones vorhandenen Bewegungssensoren.

Anmerkung: Im letzten Artikel über crypto.cat war ich nicht auf die Lizenz eingegangen unter welcher der Quellcode steht, das möchte ich bei dieser Gelegenheit nachholen. Crypto.cat ist unter der AGPL3 lizensiert (vorher war es eine CC BY-NC-SA 3.0), der Quellcode ist auf Github verfügbar.

April 8, 2012

Problem mit der Helligkeitsregulierung über die Funktionstasten – Acer Notebook

Ich hatte ein Problem mit nicht funktionierenden Funktions- / Sondertasten zur Regulierung der Bildschirmhelligkeit eines Acer Aspire 5755G. Mit einem Kernelparameter (“acpi_backlight=vendor“) ließen diese sich jedoch aktivieren.

Um den Kernelparameter dauerhaft anzuhängen kann dieser in die Konfigurationsdatei “/etc/default/grub” eingetragen werden. Mit:

gksu gedit /etc/default/grub

kann die Datei mit den passenden Rechten in gedit geöffnet werden. In die Zeile:

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"
wird dann der Parameter ”acpi_backlight=vendor” mit einem Leerzeichen von den beiden anderen Parametern getrennt zwischen den “…” eingetragen. Die Zeile sollte dann (beispielsweise) so aussehen:
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash acpi_backlight=vendor"
Nachdem die Datei gespeichert wurde muss die Grub-Konfiguration aktualisiert werden. Das erledigt der Befehl:
sudo update-grub
Das war es auch schon, nach dem nächsten Neustart sollte sich die Bildschirmhelligkeit über die Funktionstasten  regulieren lassen.
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