gpg4usb – Verschlüsselung für Unterwegs

Gpg4usb” ist ist ein portables Programm, das bedeutet es kann ohne Installation – beispielsweise von einem USB-Stick aus – gestartet werden. Starter gibt es für Linux und Windows, ein weiterer Starter für Mac ist in Planung.

Mit dem Programm ist es möglich das “GPG ‘Kryptographiesystem‘” zu nutzen, sprich Texte und einzelne Dateien zu verschlüsseln.

gpg4usb_screenshot

Kurze Einführung

Bei GPG handelt es sich um asymmetrisches Kryptographiesystem, das bedeutet es wird mit zwei Schlüsseln gearbeitet, einen “öffentlichen Schlüssel” (“public Key“) zum verschlüsseln (nicht zum entschlüsseln!), diesen kann man bedenkenlos veröffentlichen (beispielsweise über Schlüsselserver im Internet, aber auch über E-Mail, USB-Sticks, etc.) und einen zweiten “privaten Schlüssel” (“private Key“). Der private Schlüssel muss geheim bleiben. Mit diesem (und einem Passwort) ist es möglich, die mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselten E-Mails, Dateien, etc., zu entschlüsseln.

Schlüssel erzeugen

Um einen eigenen Schlüssel zu erstellen einfach “Schlüsselverwaltung” -> “Schlüssel” -> “Erzeuge neuen Schlüssel” wählen. Die Schlüsselgröße kann ruhig größer als “2048″ sein, beispielsweise “4096″.

Schlüssel importieren

Es gibt in der Schlüsselverwaltung beispielsweise die Möglichkeit einen “öffentlichen Schlüssel” durch “Import aus der Zwischenablage” zu importieren. Hierzu wird der öffentliche Schlüssel markiert (beispielsweise der von datarecollective.net inklusive-----BEGIN PGP PUBLIC KEY BLOCK----- und -----END PGP PUBLIC KEY BLOCK----- ) und mit einem “Rechtsklick” -> “kopieren” in die Zwischenablage eingefügt.

Texte verschlüsseln

Ist der “öffentliche Schlüssel” der Person importiert, welche die verschlüsselten Daten lesen können soll, ist der einfachste Weg die Eingabe der zu verschlüssenden Nachricht in das Textfeld von “gpg4usb” und die Auswahl des passenden “öffentlichen Schlüssels” unter “Verschlüssele für:“, dann noch “Verschlüsseln” und fertig. Die entstandene “PGP Message” kann jetzt zum Beispiel in eine E-Mail eingefügt werden…

Der Fingerprint

Um sicher zu gehen, dass der öffentliche Schlüssel auch der Person gehört, mit der man tatsächlich kommunizieren möchte, kann man den sogenannten Fingerprint, eine eindeutige Prüfsumme des Schlüssels über einen “sicheren Kanal” (z.b. ein Telefonat) kommunizieren und vergleichen. Den Fingerprint/Fingerabdruck findet man in den Eigenschaften des betreffenden Schlüssels.

Stimmen die Fingerprints überein kann man der Echtheit des Schlüssels vertrauen und diesen signieren.

Zur Sicherheit

Es sollte immer darauf geachtet werden, dass der “private Schlüssel” nicht in die falschen Hände gerät, deshalb kann es sinnvoll sein das gesamte Programm selbst noch einmal zu verschlüsseln – beispielsweise mit TrueCrypt – wenn ein “privater Schlüssel” darin gespeichert ist und das Programm sich auf einem USB-Stick, etc. befindet, welcher gerne mal verloren geht.

Allerdings bietet auch das Passwort des privaten Schlüssels schon eine gewisse Sicherheit gegen Missbrauch.

Projektseite: http://gpg4usb.cpunk.de/

Ubuntu Fensterbefehle auf der rechten Seite

Seit einiger Zeit sind die Fensterbefehle (schließen, maximieren und minimieren) unter Ubuntu nicht mehr auf der rechten Seite des Fensters sondern auf der linken. Begründet wurde der Wechsel mit der schnelleren Erreichbarkeit, es liegen so alle Buttons näher beieinander. Sollen die Buttons wieder auf der rechten Seite des Fensters stehen, ist dies mit dem “gconf-editor” möglich.

fensterbefehle links

Um diesen dem Haupmenü hinzuzufügen “System” -> “Einstellungen” -> “Hauptmenü” unter “Systemwerkzeuge” den Haken “Konfigurationseditor” setzen.

Jetzt befindet sich der Starter unter “Anwendungen” -> “Systemwerkzeuge” -> “Konfigurationseditor“.

Im Konfigurationseditor befindet sich unter “apps” -> “metacity” -> “general” das “button_layout“. Hier setzt beispielsweise “:maximize,minimize,close” die Buttons an die rechte Fensterseite. Wobei der Doppelpunkt für die Fensterseite verantwortlich ist, die Buttons selbst “maximize,minimize,close” können wiederum beliebig angeordnet werden.

konfigurationseditor

Flash Videos aus /tmp sichern

Ubuntu speichert viele flash Videos in dem temporären Ordner “/tmp”. Die dort gespeicherten Videodateien haben meist einen kryptischen Namen (beispielsweise “FlashXX1hUFsX”), besitzen keine Dateiendung “.flv” und können – das ist das praktische – einfach durch das kopieren der Videodatei in ein anderes Verzeichnis gesichert werden.

Seit dem Update auf Flash 10.2 geht das leider nicht mehr so einfach…auf Taach – Der Morgenblog findet Mensch eine Anleitung wie das speichern aus /tmp jetzt funktioniert. Ansonsten gibt es auch noch allerlei (mehr oder weniger funktionale) BrowserPlugins für diesen Zweck…

Scroogle = Google + Datenschutz

Update [22.02.12] Leider hat Scroogle.org seinen Dienst eingestellt (Scroogle ist tot, golem.de). Eine Alternative ist Startpage.com, hier findest du einen Artikel dazu.


Scroogle.org stellt eine Möglichkeit dar Google ohne/mit weniger Datenschutzbedenken zu nutzen. Der Dienst stellt die Anfragen stellvertretend für die NutzerInnen bei Google und gibt die Ergebnisse dann ohne lästige Werbeeinblendungen zurück. Es ist zudem möglich die Anfragen mit SSL zu verschlüsseln.

Um Scroogle den Suchmaschinen (rechts oben) in Firefox hinzuzufügen reicht ein Klick auf den “Firefox” Link hinter “Browser support:”.

scroogle

Es gibt verschiedene Sprachen zur Auswahl, weiter unten in der Liste findet sich auch Scroogle SSL de” die Anfragen werden hierbei über eine verschlüsselte Verbindung an Scroogle gesandt.

Mehr als 1% der DesktopnutzerInnen = LinuxnutzerInnen?

Eine Initiative versucht den Nachweis zu erbringen, dass weltweit mehr als 1%  der DesktopnutzerInnen Linux nutzen. Die Aktion läuft schon eine Zeitlang und es sieht nicht so aus als würde die 0,1% Marke geknackt. Aktuell sind es 196939 NutzerInnen (26.10, 11h).

Ob die Umfrage auch nur annähernd repräsentativ ist ist fraglich und hängt auch stark von deren Bekanntheitsgrad ab.

Was sich auf jeden Fall schon feststellen lässt ist, dass Ubuntu unter den benutzen Distributionen mit aktuell 56.19% (110669) – (26.10,11h) die Nase weit vorne hat.

Wer mitmachen möchte kann das auf http://www.dudalibre.com/gnulinuxcounter?lang=en tun, es muss eine gültige E-Mail Adresse zur Verifizierung angegeben werden.

Arte+7 Sendungen speichern

Mit dem “Arte +7 recorder” lassen sich die Sendungen welche bei Arte +7 angeboten werden durchsuchen und downloaden. Zu den meisten Sendungen wird eine kurze Zusammenfassung angezeigt.

Um das Programm zu installieren wird die folgende Paketquelle benötigt (Gefahren bei Fremdquellen sollten bekannt sein):

deb http://ppa.launchpad.net/arte+7recorder/ppa/ubuntu YOUR_UBUNTU_VERSION_HERE main

Um die Paketquelle hinzuzufügen wird die “Synaptic Paketverwaltung” geöffnet -> “Einstellungen” -> “Paketquellen” -> “Andere Software” -> “Hinzufügen…” -> hier wird die Paketquelle eingegeben, für Ubuntu 10.10 wäre das:

deb http://ppa.launchpad.net/arte+7recorder/ppa/ubuntu maverick main

Jetzt muss noch der Schlüssel zur Authentifizierung der Paketquelle hinzugefügt werden, dazu das “Terminal” öffnen und folgende Zeile eingeben:

gpg --keyserver hkp://keyserver.ubuntu.com:11371 --recv-key 842820F9 && gpg -a --export 842820F9 | sudo apt-key add -

Ist der Schlüssel hinzugefügt können in der “Synaptic Paketverwaltung” durch “Neu laden” die Paketquellen aktualisiert werden.Dann sollte das Paket

arte+7recorder-5

dort zu finden sein.
Nach der Installation wird das Programm über “Anwendungen” -> “Multimedia” -> “arte+7recorder” gestartet.

arte+7

arte+7recorder bei launchpad.

xplanetFX – Die Erde als Desktophintergrund “live”

xplanetfx_screenshotDas aktive Wallpaper zeigt die Erde aus dem Weltraum und wird in regelmäßigen Abständen neu gerendert, so dass ein ein “Echtzeiteindruck” entsteht. Hierzu ist allerdings eine Internetverbindung und etwas Rechenleistung notwendig. Die Ergebnisse lassen sich allerdings auch wirklich sehen. Wolken und das Licht werden “realistisch” dargestellt.

Die Installation des .deb Paketes ist unter Ubuntu (10.10) kein Problem, einfach ein Doppelklick und das “Software Center” öffnet sich…(Wobei die Fremdquellen immer auch Gefahren bergen können)

Nach der Installation befindet sich unter “Anwendungen” -> “Zubehör” -> “xplanetFX” der passende Starter. Mit der grafischen Oberfläche ist es möglich die Pausen zwischen den Aktualisierungen, das Thema, den Breiten- und Längengrad bzw. eine Stadt auzuwählen, und vieles mehr.

http://mein-neues-blog.de/xplanetfx/

Mediathek

Programm zum durchsuchen und downloaden von Sendungen aus den Mediatheken diverser TV-Sender (ARD, ZDF, Arte, 3Sat, MDR, NDR, ORF, SF).

Nach dem Download (http://zdfmediathk.sourceforge.net/) wird das Archiv entpackt.

In entpackten Ordner Mediathek befindet sich die “Mediathek.jar” Datei. Diese wird mit “Rechtsklick”  -> “Eigenschaften” -> “Zugriffsrechte” -> “Datei als Program ausführen” ausführbar gemacht (funktioniert das nicht, kann es helfen die Datei in den Homeordner zu verschieben und es nochmal zu probieren…). Mit einem “Rechtsklick” auf die Datei und “Mit OpenJDK Java 6 Runtime öffnen” kann das Programm nun gestartet werden.

Jetzt noch “Filme laden” drücken…und es kann losgehen.

Vorausgesetzt die Pakete “vlc“, “mplayer” und “flvstreamer” sind installiert.

Mit einem Starter kann die Mediathek bspw. aus dem Panel geöffnet werden. Dazu reicht ein Rechtsklick auf den Desktop Starter anlegen…” -> der “Name” kann frei gewählt werden “Mediathek” bietet sich an -> “Befehl: java -jar /PFAD_ZUR_JAR_DATEI/Mediathek_x.x.x/Mediathek.jar -M”  und “OK”.