Gnome Panel im Unity Style

Gerade bei Netbooks nehmen die zwei standart Gnome Panels viel Platz auf dem Bildschirm ein. Die Unity Oberfläche ist deshalb  so angelegt, dass möglichst wenig Platz für die für die Panels gebraucht wird, allerdings ist die Oberfläche noch so gut wie nicht zu konfigurieren und den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Das platzsparende Unity Design lässt sich allerdings auch mit dem Gnome Desktop nachbauen.

panel_klein

Zuerst werden unnötige Buttons wie das Menü aus dem gewünschten Panel entfernt, dann wird unter “Rechtsklick” -> “Eingenschaften” -> “Allgemein” das “Ausdehnen” abgeschaltet und das “Auto-Verbergen” angehakt. Danach lässt sich das Panel in die rechte Ecke schieben.

Um zu verhindern, dass das Panel immer wieder verschwindet ist noch eine Einstellung im “Konfigurationseditor” nötig. Entweder wird dieser durch <Alt> + <F2> und  die Eingabe von “gconf-editor” göffnet, oder über das Startmenü gestartet  (wie das funktioniert wurde in einem vorherigen Artikel schon beschrieben).

Im Konfigurationseditor befindet sich unter “apps” -> “panel” -> “toplevels” (hier musst das passenden Panel gewählt werden) “top_panel_screen0″ oder “panel_1″, etc. die Einstellung “hide_delay”. Diese wird auf das Maximum “2147483647″ gesetzt. Dadurch sollte das Panel ca. 6 Stunden nicht verschwinden.

Das Anwendungsmenü habe ich in einem kleinen Panel oben links in der Ecke platziert. Dieses ist ganz normal auf Auto-Verbergen gestellt und macht so während dem Arbeiten Platz für die Fensterrahmen.

panel_klein_menu

Kampagne für freie PDF-Betrachter

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat eine Kampagne gegen die Empfehlung (oder zumindest nicht ausschließliche Empfehlung) proprietärer PDF Viewer auf Homepages öffentlicher Einrichtungen erfolgreich gestartet. Zitat

Was würden Sie davon halten, wenn es auf der Autobahn ein Schild gäbe, auf dem stünde: „Sie müssen einen Volkswagen besitzen, um auf dieser Straße zu fahren. Kontaktieren Sie Ihren Volkswagen-Händler für eine kostenlose Probefahrt. – Ihre Regierung“?

Wer die Kampagne unterstützen mag, es gibt eine Petition die mitgezeichnet werden kann, aber auch eine Briefvorlage um Einrichtungen auf die Kampagne und damit freie Alternativen aufmerksam zu machen und eine Menge netter Banner für die Homepage…
pdfreaders.org

mehr Infos: http://www.fsfe.org/campaigns/pdfreaders/

Dropbox macht sich selbstständig

Der Dropbox Client hat offensichtlich (mittlerweile?) eine Autoupdatefunktion, schätzungsweise drei mal musste ich jetzt feststellen das die Dropbox Versionsnummer ohne mein Zutun gestiegen ist. Sicher kann eine solches automatisches Update sinnvoll sein um die Verbreitung veralteter Versionen mit Sicherheitslücken etc. zu verhindern, allerdings wünsche ich mir doch zumindest die Wahl zu haben ob ich die Updates manuell oder automatisch ausführen will (bzw. wenigstens eine Benachrichtigung über das erfolgreiche Update zu erhalten). Eine solche Option kann ich zumindest nicht finden…

Backdoor in IPSEC-Stack von OpenBSD?

Die angeblich vom FBI finanzierte/organisierte und – wieder angeblich – seit 10 Jahren unentdeckte Backdoor im IPSEC-Stack von OpenBSD wirft einige Fragen auf. Auch wenn sie bisher unbestätigt ist, noch habe ich nicht gelesen, dass die Lücke tatsächlich entdeckt wurde… Vielleicht ist sie auch (falls sie überhaupt mal darin war) bei einer Überarbeitung des Codes schon unbrauchbar geworden…? Jedenfalls macht der Fall klar, dass OpenSource nicht automatisch vor bewusst eingebauten Sicherheitslücken schützt, schon allein deshalb nicht, weil die Lücken gut versteckt werden können, wie Mirko Dölle in seinem Kommentar auf Heise – OpenSource schreibt. Wobei solche Lücken (normalerweise) auch nur bei OpenSource Software überhaupt im Code gesucht und gefunden werden können…letztendlich scheint es wohl vorallem eine Vertrauensfrage zu bleiben wessen Software eingesetzt wird, eine für viele wohl eher unbefriedigende Erkenntnis…

Anonym surfen mit Jondo

In Zeiten in denen die Vorratsdatenspeicherung immer wieder diskutiert wird und Google, Facebook, etc. fleißig am Daten sammeln sind (von anstregenden Filtern und Firewalls ganz zu schweigen), macht es Sinn sich über anonymes surfen Gedanken zu machen. In diesem Artikel wird “JonDo” (früher JAP) vorgestellt, ein Programm welches anonymes surfen ermöglicht.

Ursprünglich wurde JAP/JonDo von der Technischen Universität Dresden, der Universität Regensburg und dem Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein entwickelt, mittlerweile wird das Projekt von der Jondos GmbH weitergeführt. Es werden sowohl kostenpflichtige, als auch kostenlose Anonymisierungs-Proxys angeboten.

Die zentrale Koordination des Dienstes durch die Jondos GmbH ist bedenklich, ermöglicht allerdings die Überprüfung und Zertifizierung der MixanbieterInnen…

Die Funktionsweise

Der Jondo-Client baut eine Datenverbindung über mehrere Mix-Server auf, wobei der letzte die Anfrage stellvertretend für den/die BenutzerIn stellt.

Um eine Überwachung zu verhindern, werden alle Daten bis zum letzten Server verschlüsselt, und zwar nicht nur einmal, sondern mehrmals in der Reihenfolge, in welcher sie die Mix-Server durchlaufen. Das bedeutet, nur der Mix-Server, der “an der Reihe ist”, kann die Daten entschlüsseln und gibt sie dann mit einer “Verschlüsselungshülle” weniger an den nächsten weiter, dessen Verschlüsselung jetzt entschlüsselt werden kann. Durch die Entschlüsselung und damit Umkodierung der Daten ist es potenziellen BeobachterInnen nicht möglich eine Verbindung zwischen den ein- und ausgehenden Daten herzustellen.

Würde man die ein und ausgehenden Daten der Mixe allerdings analysieren, könnte man so potenziell die Daten, z.B. anhand ihrer Größe verfolgen. Um dies zu vermeiden, werden die ankommenden Daten “gemixt”, das bedeutet, es werden immer schubweise viele verschiedene Daten gleichzeitig verarbeitet. Diese werden in gleich große Pakete “verpackt” und ihre Reihenfolge wird, während sie den Server durchlaufen, verändert. So ist es einem Außenstehenden (ohne großen Aufwand) nicht möglich, eingehende Pakete ausgehenden Paketen zuzuordnen. Um zu verhindern, dass man aufgrund der Aktivitäten der NutzerInnen eingehende und ausgehende Daten verknüpft, werden bei Inaktivität der NutzerInnen sogenannte “Leerpakete” (engl. Dummy-Traffic) verschickt, um einen gleichbleibenden Verkehr zu erzeugen.

Installation

Die Installation unter Ubuntu/Debian wird auf jondos.de sehr ausführlich – sowohl ohne als auch mit grafischer Oberfläche – beschrieben weshalb ich hier lediglich auf die Anleitung für Ubuntu/Debian auf der Jondos Homepage hinweisen will. Jondos gibt es auch für Windows und MacOS.

Nach dem Start des Clients wird im Firefox unter “Bearbeiten” -> “Einstellungen” -> “Erweitert” -> “Netzwerk” folgende Konfiguration gewählt

jondo_konfiguration_firefox

Wichtig!

Auch wenn JonDo aktiv ist, können Informationen die einen Rückschluss auf die Identität des/der BenutzerIn zulassen über Cookies, und aktive Inhalte, wie z.B. Java Script, gesammelt werden. Wichtig ist es also Cookies nach Möglichkeit nicht zuzulassen, und aktive Inhalte (Java, Java Script, etc.) im Browser zu verbieten. Um die Scripte selektiv für einzelne Websiten zu erlauben, kann das Firefox Plugin No Script installiert werden.

Auch der HTTP_USER_AGENT, welcher Informationen über den benutzten Browser und das Betriebssystem übermittelt, kann bei ausgefallenen Kombinationen die Anonymität aufdecken. Beim ändern des User Agents hilft das Firefox Plugin User Agent Switcher.

Wer sich die Konfiguration sparen möchte kann sich den auch in den Jondos Paketquellen enthaltenen JonDoFox installieren, welcher schon vorkonfiguriert ist.

Die Hintertür

Die einzelnen Mix-Server haben aus “rechtlichen” Gründen eine Überwachungsschnittstelle eingebaut, welche das Überwachen der Verbindungen ermöglicht. Die Überwachung funktioniert allerdings nur wenn alle Mixe einer Kaskade die Verbindung überwachen, dementsprechend wird im Jondos Wiki empfohlen keinen einzelnen Mix zu nutzen und wenn möglich internationale Mixe zu nutzen.

Neue Schriftarten installieren

Der Standard Schriftartensatz von Ubuntu ist nicht sonderlich vielfältig, allerdings lassen sich Schriftarten leicht nachinstallieren. Das Standart-Schriftformat von Ubuntu ist das “TrueType“- Format, zu erkenne an der Dateiendung “.ttf”. Im Internet gibt es einige Seite welche kostenlose Schriftarten zum Download anbieten (ein Google Resultat wäre beispielsweise http://de.fonts2u.com/), gerade wenn die mit den Schriftarten produzierten Dinge veröffentlicht werden sollen ist ein Blick auf die Lizenz der jeweiligen Schriftart sinnvoll.

Sind die gewünschten Schriftarten auf dem Rechner gespeichert, müssen diese, wenn sie gepackt sein sollten (meist zu erkennen an der .zip Endung) erst mit einem Rechtsklick  -> “Hier entpacken” entpackt werden. Dann reicht ein Doppelklick auf die .ttf-Datei und “Schrift installieren“. Jetzt sollte die Schrift nach einem Neustart des gewünschten Programms, beispielsweise OpenOffice, verfügbar sein.

Alternativ können die Schriftarten im Verzeichnis “~/.fonts/truetype” (für die / den lokalen BenutzerIn) bzw. in “/usr/local/share/fonts/truetype” (für alle BenutzerInnen – hierzu sind allerdings Root-Rechte notwendig) abgelegt werden. Sind die Verzeichnisse noch nicht angelegt muss das manuell nachgeholt werden.

Ubuntu One für Windows

Eine Vorabversion (beta) des Ubuntu One Client für Windows ist erschienen, somit hat Ubuntu One gegenüber Dropbox wohl bald einen Nachteil weniger. Es ist möglich sich als BetatesterIn anzumelden und so das Programm vorab zu testen. Die Funktionalität ist noch auf den Dateiaustausch beschränkt die weitere Funktionen folgen bis zur offiziellen Veröffentlichung.

Ein Kontaktformular bei WordPress.com

ist schnell angelegt…es muss lediglich
[ contact-form ]
in eine Seite / einen Post eingefügt werden. Fertig.

(Vor und hinter “contact-form” wurde jeweils ein Leerzeichen eingefügt, damit an dieser Stelle kein Kontaktformular angelegt wird…)

Mittlerweile gibt es auch eine grafische Lösung…der Button befindet sich über dem Texteditor.

create_contactform_wordpress

Hier können auch eigene Felder erstellt und beispielsweise Radiobuttons eingefügt werden. Unter “Feedbacks” befindet sich eine Übersicht über die erhaltenen Nachrichten.

TiddlyWiki und Dropbox

TiddlyWiki ist eine Wiki-Software welche komplett in JavaScript geschrieben ist. Das ermöglicht es, dass das komplette Wiki in einer HTML Datei mit weniger als 400 Kilobyte platz findet. Dank dieser Architektur ist es möglich das Wiki problemlos in einem gemeinsamen Dropbox Ordner zu ‘teilen’ und so ohne großen Aufwand ein ‘internes’ Wiki zu betreiben.

Liegt das Wiki im “Public” Ordner von Dropbox, ist es mithilfe des “Public Link” möglich, das Wiki von Dropbox aus im Internet zu veröffentlichen (beispielsweise mit tinyurl.com kann die Dropbox-Adresse noch etwas gekürzt werden.) Allerdings ist es aus dem Netz nicht möglich das Wiki zu editeren, das funktioniert nur mit Zugriff auf die Datei.

Ein paar Worte zur Arbeitsweise mit einem TiddlyWiki. Die Artikel sind sogenannte “Tiddler”, diese können über den “Edit” Link bearbeitet werden. Ein neuer Tiddler wird entweder über den Link im rechten Menü angelegt, oder es kann ein Link in einem vorhandenen Tiddler gesetzt werden indem eine Zeichenfolge in [[ ... ]] doppelte eckige Klammern gesetzt wird. Wurde der Tiddler mit “done” gespeichert ist der Link als solcher markiert und verweist auf den neuen Tiddler.

Über Plugins kann das Wiki bei Bedarf noch erweitert werden…