Dropbox macht sich selbstständig

Der Dropbox Client hat offensichtlich (mittlerweile?) eine Autoupdatefunktion, schätzungsweise drei mal musste ich jetzt feststellen das die Dropbox Versionsnummer ohne mein Zutun gestiegen ist. Sicher kann eine solches automatisches Update sinnvoll sein um die Verbreitung veralteter Versionen mit Sicherheitslücken etc. zu verhindern, allerdings wünsche ich mir doch zumindest die Wahl zu haben ob ich die Updates manuell oder automatisch ausführen will (bzw. wenigstens eine Benachrichtigung über das erfolgreiche Update zu erhalten). Eine solche Option kann ich zumindest nicht finden…

TiddlyWiki und Dropbox

TiddlyWiki ist eine Wiki-Software welche komplett in JavaScript geschrieben ist. Das ermöglicht es, dass das komplette Wiki in einer HTML Datei mit weniger als 400 Kilobyte platz findet. Dank dieser Architektur ist es möglich das Wiki problemlos in einem gemeinsamen Dropbox Ordner zu ‘teilen’ und so ohne großen Aufwand ein ‘internes’ Wiki zu betreiben.

Liegt das Wiki im “Public” Ordner von Dropbox, ist es mithilfe des “Public Link” möglich, das Wiki von Dropbox aus im Internet zu veröffentlichen (beispielsweise mit tinyurl.com kann die Dropbox-Adresse noch etwas gekürzt werden.) Allerdings ist es aus dem Netz nicht möglich das Wiki zu editeren, das funktioniert nur mit Zugriff auf die Datei.

Ein paar Worte zur Arbeitsweise mit einem TiddlyWiki. Die Artikel sind sogenannte “Tiddler”, diese können über den “Edit” Link bearbeitet werden. Ein neuer Tiddler wird entweder über den Link im rechten Menü angelegt, oder es kann ein Link in einem vorhandenen Tiddler gesetzt werden indem eine Zeichenfolge in [[ ... ]] doppelte eckige Klammern gesetzt wird. Wurde der Tiddler mit “done” gespeichert ist der Link als solcher markiert und verweist auf den neuen Tiddler.

Über Plugins kann das Wiki bei Bedarf noch erweitert werden…

Dropbox Daten verschlüsseln mit EncFS (aktualisiert)

Eine Möglichkeit die Daten, welche auf den Dropboxserver hochgeladen werden, zu verschlüsseln stellt “Encfs” dar. Gegenüber Truecrypt hat EncFS den Vorteil, dass nur der tatsächlich für die verschlüsselten Dateien benötigte Speicherplatz belegt wird und nicht schon im Vorfeld große (zu synchronisierende) Container angelegt werden müssen. Folgende Pakete müssen dazu installiert werden

encfs

und

cryptkeeper

als grafische Oberfläche.

Um ein verschlüsseltes Verzeichnis anzulegen wird ein “Terminal” geöffnet, der folgende Befehl legt das Verzeichnis (Dropbox_encfs) an.

encfs ~/Dropbox/.Dropbox_encfs ~/Dropbox_encfs

jetzt wird gefragt ob die noch nicht vorhandenen Verzeichnisse angelegt werden sollen

y

und

y

bestätigen das, wer sich nicht mit Verschlüsselungsgeschichten auskennt wählt dann den “Paranoia-Modus”

p

jetzt das Passwort noch zweimal eingeben und jeweils bestätigen und das verschlüsselte Verzeichnis ist angelegt und geöffnet.

Ist das erledigt wird “Crypkeeper” gestartet. “Anwendungen” -> “Systemwerkzeuge” -> “Cryptkeeper“. Im Panel erscheint ein kleines Icon cryptkeeper_icon, ein Linksklick öffnet die Optionen.

Hier wird “Importiere EncFS Ordner” gewählt und das Verzeichnis “.Dropbox_encfs” (die Datei ist versteckt deshalb <Strg>+<H>drücken um die versteckte(n) Datei(n) anzuzeigen) im Ordner “/home/BENUTZERINNENNAME/Dropbox” makiert.

Vor” drücken und es wird nach einem Ort gefragt wo der EncFS Ordner eingebunden werden soll. Hier wird das beispielsweise das “Home“-Verzeichnis gewählt (wichtig: nicht der Dropboxordner!) und ein Name angegeben “Dropbox_encfs” bietet sich an. Nocheinmal “Vor“.

Dann sollte das Verzeichnis erfolgreich in “Cryptkeeper” importiert worden sein.

Jetzt kann es über das Cryptkeeper Icon im Panel ein- und ausgehängt werden.

Firefox-Lesezeichen mit Dropbox synchronisieren

Es kann sehr praktisch sein die eigenen Lesezeichen über mehrere Rechner zu synchronisieren, bzw. einfach nur ein Backup für den Fall der Fälle zu sichern. Allerdings können Lesezeichen einiges über persönliche Vorlieben, Beschäftigungen, etc.  aussagen, weshalb eine Lösung unabhängig von kommerziellen Abietern (Foxmarks, etc. – auch wenn diese ellenlange Datenschutzerklärungen haben) – vor allem für eher paranoide… – sinnvoll sein kann.

Mit Dropbox und dem Firefox-Plugin SyncPlaces ist das relativ komfortabel möglich.

Die Anleitung ist für eine Konfiguration ohne “Einrichtungsassistent” geschrieben, die Einstellungen können allerdings für den Einrichtungsassistenten übernommen werden. Manche Dinge – wie die Automatikfunktion – lassen sich jedoch im Assistenten nicht einstellen, weshalb sie hinterher nocheinmal unter den “Optionen” (entsprechend dem Artikel) eingestellt werden sollten. (Die nötigen Einstellungen im Assitenten kurz skizziert: “Dateiserver” – “JSON” “Pfad zur Datei (Beispiel: /home/BENUTZERINNENNAME/Dropbox/bookmarks/syncplaces.json)”- “Verschlüsseln: Ja” – “Passwörter Synchronisieren: bei Bedarf” – “Passwort eingeben”)

Sind beide Komponenten (Dropbox / SyncPlaces) installiert (eine Anleitung für Dropbox gibt es in einem früheren Artikel), befindet sich rechts unten im Firefox das SyncPlaces IconSyncPlaces Icon, ein “Linksklick” -> “Optionen” öffnet diese.

Unter “Severeinstellungen” – “Verbindungen” wird Protokoll: “Datei” gewählt.

SyncPlaces Einstellungen Protokoll

In “Severeinstellungen” – “Synchronisation” wird “JSON” gewäht und ein passender Pfad in das Dropbox Verzeichnis angegeben (Beispiel siehe Screenshot).

SyncPlaces Servereinstellungen - Synchronisation

Unter “Optionen” – “Grundeinstellung” wird “JSON-Datei verschlüsseln” gewählt, zwei Haken bei “Lesezeichen nach Änderungen hochladen/herunterladen” und “Lesezeichen zusammenführen, statt zu überschreiben” sind sinnvoll.

SyncPlaces Optionen - Grundeinstellung

Unter “Optionen” – “Automatikfunktion” kann die automatische Synchronisation eingestellt werden.

Erweiterte Einstellungen” – “Zusammenführung“, bietet Möglichkeiten die Lesezeichen zusammenzuführen statt zu überschreiben.

Um die Lesezeichen zu verschlüsseln ist jetzt noch die Angaben eines Passwortes (als sicher gilt = min. 12 Zeichen, Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen verwenden), eines Algorithmus und der Verschlüsselungsstärke unter “Erweiterte Einstellungen” – “Verschlüsselung” notwendig. “AES” Verschlüsselung und “256 Bit” sind sinnvoll.

SyncPlaces Erweiterte Einstellungen - Verschlüsselung

Soweit so gut, mit “OK” bestätigen.

Die gleichen Einstellungen sind auch an den anderen zu synchronisierenden Rechnern vorzunehmen, dann sollte die Synchronisation laufen.

Dropbox installieren

Dropbox ist ein kommerzieller Online-Datenspeicher, der zu installierende Daemon ist zudem ein proprietärer, allerdings kann Dropbox ein sehr nützliches Programm sein, weshalb es hier vorgestellt werden soll.

Dropbox erstellt einen Ordner im Home Verzeichnis, und alle Dateien welche dort hineinkommen synchronisiert Dropbox automatisch mit dem Dropbox Server. Auf die Daten kann nun beispielsweise mit einem anderen PC (bzw. Smartphone etc.) auf dem Dropbox installiert ist zugegriffen werden. Alternativ ist auch der Zugriff über ein Webinterface, d.h. mit einem Browser möglich.

dropbox_webinterface

Außerdem ist es möglich einzelne Dateien oder auch Fotoalben mit öffentlichen Links freizugeben, Ordner mit anderen Dropbox NutzerInnen zu teilen und es gibt ein Revisionsverwaltung für die Dateien.

Die kostenlose Basisvariante hat 2 GB Speicherplatz, welcher durch die Anwerbung von NutzerInnen bis zu 8 GB erweitert werden kann, pro “Werbung” sind das 250 MB für Werdende / n und Geworbene / n zusätzlich (bei der Gelegenheit mein referral Link http://www.dropbox.com/referrals/NTg4NDgxNzQ5 ^^, wer sich hierüber anmeldet gilt als ‘geworben’ und erweitert sowohl meinen als auch den eigenen Speicherplatz um 250 MB), StudentInnen bekommen 500 MB pro “Werbung” und der Gratisspeicher kann bis zu 16 GB groß werden, wenn sie sich mit ihrer Uni Mailadresse anmelden.

Die Daten werden von Dropbox verschlüsselt gespeichert, allerdings besitzt die Firma die nötigen Schlüssel…Die Daten selbst zusätzlich zu verschlüsseln kann gerade bei sensiblen Daten sinnvoll sein.

Zur Installation unter Linux / Ubuntu stellt Dropbox ein .deb Paket bereit, dieses fügt auch eine Paketquelle hinzu, so dass Updates wie gewohnt mit der Aktualisierungsverwaltung eingespielt werden können.

Das blaue standart Dropbox Icon, welches im Panel angezeigt wird, passt eher schlecht als recht zu den restlichen Icons, kann aber ersetzt werden. Auf drice.org gibt es eine helle und eine dunkle Variante für dunkle und helle Panels, welche lediglich in den Ordner “~/.dropbox-dist/icons/hicolor/16×16/status” verschoben werden muss, um die dortigen Icons zu überschreiben. Dropbox dafür kurz auszuschalten kann nicht schaden.

dropbox_panel_screenshot