WLAN verbunden aber das Internet funktioniert nicht

Ich hatte gerade das Problem, dass mein WLAN zwar verbunden war, aber keine Verbindung zum Internet möglich war. Der Browser zeigte ein “Time Out” an. Mit dem Handy war jedoch eine Internetverbindung via WLAN kein Problem.

Auf Ubuntuusers.de habe ich einen Workaround entdeckt, nachdem das Internet wieder korrekt funktionierte.

In “Netzwerkverbindungen” habe ich zunächst die Verbindung(en) unter dem Reiter “Kabelgebunden” gelöscht. Anschließend habe ich unter dem Reiter “Funknetzwerk” die nicht funktionierende WLAN Verbindung gelöscht (Achtung danach sind die Zugangsdaten weg, im Zweifelsfall vorher noch notieren). Nachdem ich mich erneut im WLAN angemeldet hatte funktionierte alles wieder wie gewohnt.

Fehlschlag beim Holen von [Paketquelle]

Seit einigen Tagen weigerte sich meine Aktualisierungsverwaltung die Paketquellen komplett zu updaten und folgende Fehlermeldung wurde angezeigt:

Fehlschlag beim Holen von http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/dists/precise/universe/binary-amd64/Packages  404  Not Found [IP: 141.30.13.10 80]

Ich habe nicht rausgefunden, warum dies nur bei einem von mehreren Ubuntu PCs passierte, allerdings habe ich einen Workaround entdeckt der vielleicht auch anderen Menschen mit einem solchen Problem hilfreich ist.

Weitergeholfen hat bei mir den Pakequellenserver auf den Haupserver umzustellen. Dies lässt sich über die “Software-Paketquellen” GUI einstellen. Diese kann (beispielsweise) über den Link “Einstellungen …” direkt in der Aktualisierungsverwaltung (“Aktualisierungen“) geöffnet werden.

Unter dem Reiter “Software von Ubuntu” befindet sich hinter “Herunterladen von:” ein dropdown Menü in welchem der “Haupt-Server” ausgewählt werden kann. Nach einem weiteren Klick auf “Prüfen” in der “Aktualisierungsverwaltung” sollten sich dann alle Paketquellen wieder vollständig aktualisieren.

Ubuntu Gastsitzung deaktivieren

Ubuntu 11.10 erlaubt am Anmeldebildschirm eine Gastsitzung zu wählen. Diese wird nach dem Ausloggen automatische wieder auf den Ausgangszustand zurückgesetzt. Das kann praktisch sein, leider fehlt eine ‘einfache’ Möglichkeit diesen Account zu deaktivieren.

Um den Account zu deaktivieren muss die Datei /etc/lightdm/lightdm.conf bearbeitet werden. Hierzu muss ein Terminal / eine Konsole gestartet werden, dann wird die Datei mit folgendem Befehl in gedit geöffnet

gksudo gedit /etc/lightdm/lightdm.conf

Jetzt kann die Datei um die Zeile

allow-guest=false

erweitert werden. Abspeichern und nach einem Neustart des Systems sollte der Gastaccount vom Anmeldebildschirm verschwunden sein.

Leider verschwindet bei dieser Methode das NutzerInnen-Account-Menü im Unity-Panel, was mich persönlich nicht besonders stört.

Das Ubuntu Homeverzeichnis Passwort kopieren

Ubuntu bietet die Möglichkeit schon bei der Installation, oder auch beim anlegen einer / eines neuen BenutzerIn das Homeverzeichnis zu verschlüsseln. Macht man von dieser Möglichkeit Gebrauch, geht nach dem ersten Neustart ein Dialog(Fenster) auf, welcher dass Passwort anzeigt, damit es für den Fall das der Computer oder die Installation kaputt gehen extern gespeichert ist, so dass die Daten wieder hergestellt werden können. (siehe Artikel encfs)

Wurde der Dialog verpasst, oder das Passwort im Nachhinein verlegt, kann es mit dem Befehl:

ecryptfs-unwrap-passphrase

auf der Konsole wieder aufgerufen werden.

Unity Startmenü/Icons verkleinern

Die neue Unity-Startmenüleiste an der linken Seite finde ich etwas zu groß geraten. Mit kleineren Icons kann man sich unter anderem das langsame Scrollen (teilweise) ersparen, weil mehr Icons in die Leiste passen. Allerdings funktioniert das leider nur unter Unity 3D nicht unter Unity 2D.

Die Größe lässt sich mit dem “CompizConfig Einstellungsmanager” anpassen. Hierzu wird das Paket

compizconfig-settings-manager

installiert. Zu finden ist der CompizConfig Einstellungsmanager dann in den “Systemeinstellungen” unter dem Punkt “Persönlich“. Im Manager selbst befindet sich unter dem Punkt “Arbeitsfläche” das “Ubuntu Unity Plugin“. Hier findet man unter dem Reiter “Experimental” die Option “Launcher icon size“, ich habe die kleinste Einstellung 32 gewählt.

Update [20.04.2012] Unter Ubuntu 11.10 befindet sich der “CompizConfig Einstellungsmanager” nicht mehr in den “Systemeinstellungen“. Er ist  hier unter dem Anwendungstyp “Personalisierung” zu finden.

Gnome Panel im Unity Style

Gerade bei Netbooks nehmen die zwei standart Gnome Panels viel Platz auf dem Bildschirm ein. Die Unity Oberfläche ist deshalb  so angelegt, dass möglichst wenig Platz für die für die Panels gebraucht wird, allerdings ist die Oberfläche noch so gut wie nicht zu konfigurieren und den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Das platzsparende Unity Design lässt sich allerdings auch mit dem Gnome Desktop nachbauen.

panel_klein

Zuerst werden unnötige Buttons wie das Menü aus dem gewünschten Panel entfernt, dann wird unter “Rechtsklick” -> “Eingenschaften” -> “Allgemein” das “Ausdehnen” abgeschaltet und das “Auto-Verbergen” angehakt. Danach lässt sich das Panel in die rechte Ecke schieben.

Um zu verhindern, dass das Panel immer wieder verschwindet ist noch eine Einstellung im “Konfigurationseditor” nötig. Entweder wird dieser durch <Alt> + <F2> und  die Eingabe von “gconf-editor” göffnet, oder über das Startmenü gestartet  (wie das funktioniert wurde in einem vorherigen Artikel schon beschrieben).

Im Konfigurationseditor befindet sich unter “apps” -> “panel” -> “toplevels” (hier musst das passenden Panel gewählt werden) “top_panel_screen0″ oder “panel_1″, etc. die Einstellung “hide_delay”. Diese wird auf das Maximum “2147483647″ gesetzt. Dadurch sollte das Panel ca. 6 Stunden nicht verschwinden.

Das Anwendungsmenü habe ich in einem kleinen Panel oben links in der Ecke platziert. Dieses ist ganz normal auf Auto-Verbergen gestellt und macht so während dem Arbeiten Platz für die Fensterrahmen.

panel_klein_menu

Schlüsselbund Passwort ändern

Wer schon einmal sein BenutzerInnen Passwort geändert hat, kennt die Meldung, welche immer nach dem Anmelden erscheint und darauf hinweist, dass das Passwort bei der Anmeldung nicht mit dem des Schlüsselbundes übereinstimmt. Bevor das WLAN verbindet, etc. muss nun nach jedem Systemstart das Passwort des Schlüsselbundes neu eingegeben werden.

Abhilfe schafft hier, dafür zu sorgen, dass das Passwort des (login-) Schlüsselbundes und das BenutzerInnen Passwort identisch sind. Dazu wird der Schlüsselbund geöffnet “System” -> “Einstellungen” -> “Passwörter und Verschlüsselung“.

Schlüsselbund

Ein Rechtsklick auf “Passwörter:login” und dann “Passwort ändern” erlaubt es ein neues Passwort für den Schlüsselbund festzulegen.

HTTPS Everywhere

Momentan macht “Firesheep” ein Firefox Addon von sich reden, mit welchem es komfortabel möglich ist beispielsweise in offenen WLANs (an der Uni, etc.) die Sitzungen bei vielen häufig genutzen Webdiensten (u.a. Facebook, Twitter, Flickr, Amazon, Windows Live und auch Google) zu klauen. Dies funktioniert, weil viele Dienste zwar den Login Vorgang selbst per SSL verschlüsseln, danach aber meist wieder auf unverschlüsseltes “http” umsteigen. Firesheep übernimmt Sitzungen – beispielsweise eine Einkauftour auf Amazon – durch die Übernahme des unverschlüsselt durch das Netz gehenden Cookies, so ist es dann zum Beispiel möglich ganz ohne Diebstahl des Passworts unter deinem Namen einzukaufen.

Der Autor des Plugins möchte damit auf die Sicherheitsprobleme der Dienste hinweisen, allerdings dauert deren Reaktion erwartungsgemäß immer ein bisschen. Eine simple Möglichkeit seine Sitzungen zu schützen stellt das Firefox Addon “HTTPS Everywhere” dar. Das Plugin sorgt dafür, dass die rein technisch bei vielen Diensten vorhandene SSL Verschlüsselung auch automatisch genutzt wird. Momentan werden Google Search, Wikipedia, Twitter, Facebook, most of Amazon, GMX, WordPress.com blogs, The New York Times, The Washington Post, Paypal, EFF, Tor und Ixquick unterstützt.

Wie das so ist bei technischen Sicherheitsthemen ist, gibt es auch zu SSL-Verschlüsselung kritisches anzumerken, wen es interessiert, dem empfehle ich einen Artikel von Fefes Blog. Selbstverständlich ist das kein Grund die Möglichkeit der SSL-Verschlüsselung nicht zu nutzen…nur die Grenzen der Sicherheit, welche SSL bietet, sollten bekannt sein.

Update Netzpolitik.org berichtet über eine Aktion von “Accessnow” um die Top 100 Websiten der Welt (wer auch immer die wie nominiert hat) zu überzeugen konsequent “https” einzusetzten.

Update [24.11.10] HTTPS Everywhere gibt es jetzt in der Version 0.9.0, auf Heise.de gibt es einen kurzen Artikel zu den Neuerungen.

Dropbox installieren

Dropbox ist ein kommerzieller Online-Datenspeicher, der zu installierende Daemon ist zudem ein proprietärer, allerdings kann Dropbox ein sehr nützliches Programm sein, weshalb es hier vorgestellt werden soll.

Dropbox erstellt einen Ordner im Home Verzeichnis, und alle Dateien welche dort hineinkommen synchronisiert Dropbox automatisch mit dem Dropbox Server. Auf die Daten kann nun beispielsweise mit einem anderen PC (bzw. Smartphone etc.) auf dem Dropbox installiert ist zugegriffen werden. Alternativ ist auch der Zugriff über ein Webinterface, d.h. mit einem Browser möglich.

dropbox_webinterface

Außerdem ist es möglich einzelne Dateien oder auch Fotoalben mit öffentlichen Links freizugeben, Ordner mit anderen Dropbox NutzerInnen zu teilen und es gibt ein Revisionsverwaltung für die Dateien.

Die kostenlose Basisvariante hat 2 GB Speicherplatz, welcher durch die Anwerbung von NutzerInnen bis zu 8 GB erweitert werden kann, pro “Werbung” sind das 250 MB für Werdende / n und Geworbene / n zusätzlich (bei der Gelegenheit mein referral Link http://www.dropbox.com/referrals/NTg4NDgxNzQ5 ^^, wer sich hierüber anmeldet gilt als ‘geworben’ und erweitert sowohl meinen als auch den eigenen Speicherplatz um 250 MB), StudentInnen bekommen 500 MB pro “Werbung” und der Gratisspeicher kann bis zu 16 GB groß werden, wenn sie sich mit ihrer Uni Mailadresse anmelden.

Die Daten werden von Dropbox verschlüsselt gespeichert, allerdings besitzt die Firma die nötigen Schlüssel…Die Daten selbst zusätzlich zu verschlüsseln kann gerade bei sensiblen Daten sinnvoll sein.

Zur Installation unter Linux / Ubuntu stellt Dropbox ein .deb Paket bereit, dieses fügt auch eine Paketquelle hinzu, so dass Updates wie gewohnt mit der Aktualisierungsverwaltung eingespielt werden können.

Das blaue standart Dropbox Icon, welches im Panel angezeigt wird, passt eher schlecht als recht zu den restlichen Icons, kann aber ersetzt werden. Auf drice.org gibt es eine helle und eine dunkle Variante für dunkle und helle Panels, welche lediglich in den Ordner “~/.dropbox-dist/icons/hicolor/16×16/status” verschoben werden muss, um die dortigen Icons zu überschreiben. Dropbox dafür kurz auszuschalten kann nicht schaden.

dropbox_panel_screenshot

Sleep Timer

Gelegentlich kann es sehr praktisch sein, wenn der Computer sich selbstständig nach einer gewissen Zeit herunterfährt. Beispielsweise wenn zum einschlafen ein Hörbuch laufen soll etc. Mit einem kurzen Befehl in der Shell ist das unter Linux schon erledigt:

sudo shutdown -hP +30

fährt den Computer nach 30 Minuten herunter. An Stelle von 30 kann selbstverständlich jede andere Minutenzahl stehen.

Wer möchte kann sich hierzu auch einen Starter anlegen, “Rechtsklick” auf den Desktop -> “Starter anlegen“. Dann “Anwendung  im Terminal” wählen und als “Befehl” den oben genannten eingeben. Ein Name muss auch noch sein.

Der Computer lässt sich wahlweise auch mit

shutdown -hP hh:mm

zu einer bestimmten Uhrzeit ausschalten.