Diaspora* NutzerInnen Statistik

Oft werde ich gefragt, wie viele Menschen denn schon auf Diaspora* sind. Leider (oder glücklicherweise) lässt sich diese Frage bei einem dezentralen sozialen Netzwerk wie Diaspora* nicht so leicht beantworten, weil die Daten nicht in einer zentralen Datenbank lagern, sondern auf viele verschiedene verteilt sind.

Dankenswerterweise hat sich jetzt jemand die Mühe gemacht, die NutzerInnenzahlen von insgesamt 70 Diaspora* Pods (Servern) zusammenzutragen. Die Zahlen lassen reichlich Raum zur Interpretation. Die Schätzungen reichen von 325.904 bis hin zu 521.446 NutzerInnen (Stand: 22.11.2011).

Der Interpretationsspielraum ergibt sich dadurch, dass nur die Zahlen in der ersten Spalte  („Connected People“) bekannt sind. Diese setzt sich aus den tatsächlichen Pod NutzerInnen und den NutzerInnen-Profilen von Menschen zusammen, welche nur Kontakte auf dem entsprechenden Pod haben (deren öffentliches Profil wird hier aus Performance gründen zwischengespeichert). Die Anzahl der tatsächlichen Pod NutzerInnen kann dementsprechend nur geschätzt werden, indem die wahrscheinliche Anzahl der NutzerInnen anderer Pods abgezogen wird, deren öffentliches Profil nur zwischengespeichert ist. Die Schätzung beruht auf den Daten des Pods diasp.eu.

Wie hoch der Anteil der tatsächlich aktiven NutzerInnen ist, kann anhand der Zahlen nicht festgestellt werden.

https://diasp.eu/stats.html

11 Gedanken zu “Diaspora* NutzerInnen Statistik

  1. Bist du eine militante Feministin oder warum schreibst du „Innen“ hinter jedem Wort?
    Nutzt du denn auch Müllfrau und AschenbecherInnen oder wird mal wieder nur bei den Rosinen die Frauenquote gefordert?

  2. Ich teste momentan selbst ein wenig Diaspora aus. Es ist eigentlich relativ viel los auf der Plattform, vor allem wenn es um Themen wie OpenSource oder Linux geht.

    Falls jemand eine Einladung für joindiaspora.org will (die brauch man derzeit dort noch), der kann sich hier melden: http://picomol.de/2011/11/19/ich-probiers-mal-mit-diaspora/

    Ansonsten gibt es bereits ziemlich ein paar Diaspora-Server, für die keine Einladung mehr notwendig ist (Geraspora, soweit ich weiß).

  3. Hi,
    Dein Schreibstil ist nicht homogen. Zitat:“…wie viele Menschen…“ Das Wort Menschinn gibt es leider nicht, was vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass die Mehrzahl geschlechterunspezifisch ist. ;-) Es sei denn Du möchtest Wert darauf legen, dass es auch Nutzerinnen gibt. Doch dann schreib das einfach. Diese Krücke mit den …Innen unterbricht den Textfluß.

    lG
    Ralf

  4. Ich hätte nicht gedacht, dass sogar mehr als 100.00 NutzerInnen Diaspora nutzen! Ich bin positiv davon überrascht mal einen Feministen in der OSS Szene anzutreffen. Die anderen wahren leider den Ruf einer frauenfeindlichen Netzwelt… :-(

  5. Für mich ist das Innen eine Selbstverständlichkeit, aber aufgrund der Nachfrage zum Thema („Innen“) habe ich mal google angeworfen und ein paar passende Zitate gesammelt, die deutsche Wikipedia ist bei solchen Themen leider nicht brauchbar. Also,

    „Geschlechtergerecht schreiben und sprechen [„Innen“ benutzen; D.D.] bedeutet, Frauen und Männer in einem Text oder
    einer Rede gleichermassen anzusprechen. Wer geschlechtergerecht schreibt, grenzt niemanden
    aus und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter.“ (http://www.gleichstellung.unibe.ch/unibe/generalsekretariat/gleichstellung/content/e3550/e3558/e3918/Sprachregeln_Universitaet_Bern_20100617_ger.pdf)

    Das war es auch schon, klingt nicht sehr militant.

    Übrigens, mit dem „_“ (bsp. Nutzer_innen) habe ich mich noch nicht so recht anfreunden können, aber bei Gelegenheit werde ich mir das sicher angewöhnen. Vielleicht wäre das ein Kompromiss, was die Lesbarkeit angeht.

  6. Wenn man sich diesen Artikel durchliest, denkt man: Was ist mit den Nutzern? Wird das nur von Frauen benutzt?

    Ich fühle mich als Mann von dieser Schreibweise diskriminiert. Warum sind diese Gleichstellungsbeauftragten immer nur für Frauen da?

    Warum schreibst du nicht: „Die Nutzerinnen und Nutzer“ wenn du explizit auf beide Geschlechter hinweisen willst? Das wäre sogar mit der deutschen Rechtschreibung konform.

  7. Dass du dich diskriminiert fühlst ist traurig, vor allem deshalb, weil du nicht diskriminiert bist und deinen Gefühlen auf den Leim gehst.
    Diskriminierung ist immer strukturell und niemals der Einzelfall; und strukturell ist es so, dass Frauen im Plural der deutschen Sprache keine Erwähnung finden und eine Gruppe aus einem Nutzer und 100 Nutzerinnen als 101 Nutzer zusammengefügt wird. Frauen werden diskriminiert.

    Das Binnen-I zielt gerade darauf ab, dass auch Männer erwähnt werden (darum wird das I ja groß geschrieben).
    Würde Dispora* nur von Frauen benutzt, wäre „Nutzerinnen“ geschrieben worden, würde es nur von Männern benutzt, wäre „Nutzer“ geschrieben worden, wird es von beiden genutzt, wird „NutzerInnen“ geschrieben. Das Binnen-I schafft klarheit und ist zusätzlich eine Maßnahme gegen Diskriminierung von Frauen in der deutschen Sprache. Texte werden so klarer verständlich (siehe das Beispiel oben) und exakter.

    Es freut mich außerordentlich, von einem netzaffinen Menschen einen gegenderten Text zu lesen.

    PS: Mensch ist bereits geschlechterneutral und somit super und nicht diskriminierend.

    • Hey,
      das ist interessant. Eigentlich bräuchten wir dann also einen anderen Artikel für die Mehrzahl, oder? Ist *die* nicht auch der Artikel der Substantive als „feminin“ beschreibt?

      Andere Sache: Hat schon mal jemand etwas von „Steuerhinterzieherinnen“, „Betrunknerinnen“ oder „Irrinnen“ gehört? Ich mein, das sind nun alles recht negative belegte Bezeichnungen; Oder können das nur Männer sein? Ich vergaß „Kinderschänderinnen“…
      Wäret Ihr in solchen Fällen, würde von deren Mehrheit gesprochen, auch so penibel? ;-)

      „Das Binnen-I schafft klarheit und ist zusätzlich eine Maßnahme gegen Diskriminierung von Frauen in der deutschen Sprache.“[Dirk]

      Das sehe ich nicht so, das „Innen“ behindert der Lesefluß unnötig und sorgt für Redundanz. Die Mehrzahl impliziert schon beide Geschlechter. Soll diese genauer beschrieben werden, spreche ich explizit z.B. von „Nutzerinnen“.

      lG
      Ralf

    • Die Feministen, die in der normalen Mehrzahl eine Diskriminierung sehen, sind garnicht diskriminiert sondern nur ihren Gefühlen auf den Leim gegangen.

      Da siehst du mal, wie toll diese Diskriminierungskeule ist. Warum bin ich nicht diskriminiert? Wenn man den Text ließt, hilft das große I nicht wirklich dabei die Wortbedeutung zu verändern. Ließ den Text mal jemandem vor.

      Das ist wie wenn ich schreibe „Hey du MüllTonne!“ Und dann sage ich, das große T ändert die Bedeutung des Wortes in „süßer Hamster“. Das funktioniert einfach nicht.

      Von mir aus denkt euch ein neues Wort aus, welches Nutzer und Rinnen gleichermaßen beschreibt. Dann ist es wenigstens eindeutig und verändert nicht den Sinn alter Wörter.

      Mit dem großen I werden Frauen niemals zur Gleichberechtigung kommen. Aber Frauen wollen auch gar keine Gleichberechtigung. Im Schulsport hab ich noch nie Mädels schreien hören „Ich will gefälligst wie die Jungs bewertet werden“ oder „Ich will die Wehrpflicht für Frauen“.

      Mit solchen Aktionen trägt man im besten Fall zu Grabenkämpfen bei. Das Problem ist einfach, dass Frauen eben anatomisch anders aufgebaut sind als Männer, daher kann es niemals zur völligen Gleichschaltung kommen.

      Und gerade das Internet ist doch eines der neutralsten Medien, unter anderem weil man garnicht weiß, ob man gerade mit M oder W redet. Oder sollte ich schreiben „weil manInn nicht weiß“?

  8. meine lieben nutztypn und nutztussn, eines könnte auch nutzwesen oder so sagen, aber is doch eigentlich scheißegal, echt jetz, dieser genderkram, hauptsache diaspora setzt sich endlich mal mehr durch!
    lg°sig

  9. Pingback: Diaspora*: Was taugt das neue Social Network? « Digifantus

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