Die Owncloud 5 Encryption App

Die Ankündigung von Frank Karlitscheck auf der Owncloud Announcement Maillinglist, dass die neue Encryption App in Owncloud 5 fertig für den produktiven Einsatz ist, habe ich zum Anlass genommen die App auszuprobieren.
Wie gewohnt kann Encryption App (0.4) von Administrator_innen unter Apps aktiviert werden. Danach werden die Daten der Nutzer_innen beim nächsten Einloggen mit deren Log-in Passwort (AES-128) verschlüsselt (werden die Daten mit anderen Nutzer_innen oder über einen Link geteilt haben diese selbstverständlich auch Zugriff, das funktioniert mit entsprechend verschlüsselten file-keys, welche für jede Datei erstellt werden) , d.h. es sollte Wert auf vernünftige Passwörter gelegt werden.
Die Dateien sind dann einzeln verschlüsselt, die Dateinamen bleiben unverschlüsselt. Der Zugriff mit SyncClient und Android App waren kein Problem.
Wichtig zu wissen ist, dass es sich (wie in diesem Artikel beschrieben) um eine serverseitige Verschlüsselung handelt, d.h. die Serveradministrator_innen bzw. Personen die die Kontrolle über den Server haben, können potenziell auf die unverschlüsselten Daten zugreifen, was den Nutzen der Encryption App doch etwas fragwürdig erscheinen lässt. Zumindest scheint die Verschlüsselung des private Key mit den Passwörtern der Nutzer_innen einen gewissen Schutz im Falle von Datendiebstahl zu bieten, allerdings bin ich auch kein_e Verschlüssselungsexpert_in. Ansonsten wird im oben genannten Artikel darauf verwiesen, dass die Verschlüsselung bei der Nutzung der ‚external storage app‘ einen Schutz für die Daten bietet, welche damit beispielsweise bei Dropbox hochgeladen werden. Außerdem wird auf die Möglichkeit verwiesen in die Verschlüsselungsarchitektur zu einem späteren Zeitpunkt auch clientseitige Verschlüsselung zu integrieren, bleibt zu hoffen, dass dies tatsächlich irgendwann passiert.
Auf jeden Fall ist es gut zu sehen, das die Verschlüsselung in Owncloud 5 Fortschritte macht!

Top Artikel 2012

Ich finde die „Top Artikel des letzten Jahres Idee“ interessant, hier also meine Top Artikel 2012. Besonders der erste Platz war für mich überraschend, eigentlich wollte ich den Artikel zunächst gar nicht schreiben, weil er mir zu banal erschien, offensichtlich hat es sich gelohnt, der Artikel wird täglich aufgerufen. (Die Zahlen darf jede_r interpretieren wie sie_er mag :-))

1. Grundlagen: Programme unter Ubuntu installieren / deinstallieren 5.991
2. Kurztipp: Ubuntu Startsound deaktivieren 2.607
3. Ubuntu Gastsitzung deaktivieren 2.472
4. Super Grub Disk auf einen USB-Stick installieren 2.446
5. Startprogramme hinzufügen (Autostart) 2.088
6. Unity Startmenü/Icons verkleinern 1.969
7. Startpage.com – eine Scroogle.org Alternative 1.920
8. TomTom Navis mit Ubuntu verwalten 1.506
9. Problem mit der Helligkeitsregulierung über die Funktionstasten – Acer Notebook 1.292
10. WLAN verbunden aber das Internet funktioniert nicht 1.275

Update [15:32]: Liste aktualisiert, die Startseite ist eigentlich kein Artikel…

Firefox Lesezeichenleiste automatisch ausblenden

Der Browser Chrome / Chromium  blendet die Lesezeichenleiste automatisch aus, nur in neuen Tabs und nach dem Browserstart ist sie zu sehen. Damit wird Platz für die Inhalte geschaffen, was gerade bei Netbooks angenehm ist. In Firefox hat mir eine solche Möglichkeit die Lesezeichenleiste nur dann einzublenden wenn ich sie wirklich benötige gefehlt.

Das Addon „Lesezeichenleiste verstecken“ von Felix Kloft schafft hier für Firefox Nutzer_innen abhilfe. Es steht unter einer Mozilla Public License, der Quellcode ist auf code.google.com zu finden.

lesezeichen1

lesezeichen ausgeblendet

In den standard Einstellungen wird die Lesezeichenleiste automatisch beim öffnen eines neuen Tabs bzw, des Browsers eingeblendet und verschwindet sobald eine Website aufgerufen wird. Zusätzlich ist es möglich die Lesezeichenleiste mit einer Tastenkombination aufzurufen.

Alternativ lässt sich die Leiste auch mit der Maus ein- und ausblenden.

VLC unter Ubuntu mit Android Smartphone fernsteuern

Apps um den VLC-Player mit dem Android Smartphone fernzusteuern gibt es viele. Ich habe mich für die „Remote for VLC“ von Peter Baldwin entschieden, diese steht unter einer GPL Lizenz und ist kostenlos.

Die App gibt es im F-Droid Rpository oder im GooglePlay Store. Voraussetung dafür, dass die App funktioniert ist ein WLAN, über dieses verbindet sich die App mit dem VLC-Player.

Ich gehe davon aus, dass der VLC-Player installiert ist, sollte das nicht der Fall sein, muss dieser zunächst installiert werden.

Nach dem Start des VLC-Players muss unter „Extras“ -> „Einstellungen“ zunächst der Button „Einstellungen zeigen“ auf „Alle“ gesetzt werden. Im Menü, welches erscheint kann unter „Interface“ – „Hauptinterfaces“ ein Haken bei „Web“ unter „Extra Interface-Module“ gesetzt werden. Dann „Speichern„.

Damit der Zugriff für die App möglich ist, muss die IP-Adresse des Smartphones in die passende Hosts-Datei eingetragen werden. Diese kann hierfür mit dem Befehl („Terminal„)

gksu gedit /etc/vlc/lua/http/.hosts

in einem Texteditor geöffnet werden. Am Ende der Datei muss die IP-Adresse des Smartphones, eingetragen werden.

Wie die IP-Adresse des Smartphones lautet, kann in dessen WLAN-Einstellungen herausgefunden werden. Unter „WLAN-Netzwerke“ auf das verbundene WLAN klicken, dann sollte ein Infofenster mit der IP-Adresse erscheinen. Ist diese beispielsweise 192.168.1.57, sollte das Ende der Hosts Datei anschließend so aussehen:

# The world (uncommenting these 2 lines is not quite safe)
 #::/0
 #0.0.0.0/0
192.168.1.57

Die Datei speichern und die Fernbedienung von VLC mit dem Smartphone sollte funktionieren.

Verbindet die App sich nicht automatisch muss eventuell unter „Settings“ -> „VLC Servers“ der passende VLC Server im WLAN ausgewählt werden.

Ein weiteres Problem können Firewalls darstellen, in einer standard Ubuntu Installation, sollte das jedoch kein Problem darstellen.

Ubuntu – WLAN verbunden aber das Internet funktioniert nicht

Ich hatte gerade das Problem, dass mein WLAN zwar verbunden war, aber keine Verbindung zum Internet möglich war. Der Browser zeigte ein „Time Out“ an. Mit dem Handy war jedoch eine Internetverbindung via WLAN kein Problem.

Auf Ubuntuusers.de habe ich einen Workaround entdeckt, nachdem das Internet wieder korrekt funktionierte.

In „Netzwerkverbindungen“ habe ich zunächst die Verbindung(en) unter dem Reiter „Kabelgebunden“ gelöscht. Anschließend habe ich unter dem Reiter „Funknetzwerk“ die nicht funktionierende WLAN Verbindung gelöscht (Achtung danach sind die Zugangsdaten weg, im Zweifelsfall vorher noch notieren). Nachdem ich mich erneut im WLAN angemeldet hatte funktionierte alles wieder wie gewohnt.

Owncloud – Client Syncing Error

In unregelmäßigen Abständen kommt es bei meinem Owncloud Client 1.0.2 auf Ubuntu 12.04 zu einem „Sycing Error.„. Unter „Open status…“ -> „Info…“ bekomme ich dann die Meldung, dass Csync keine Lock-Datei anlegen konnte.

Damit die Lock-Datei wieder neu angelegt werden kann, muss der Owncloud Client zunächst beendet werden.

Im Homeverzeichnis „~/“ befindet sich der Ordner „.csync„, dieser ist jedoch normalerweise versteckt und muss zuerst durch + sichtbar gemacht werden. In diesem Ordner befindet sich eine Datei Names „lock„, wird diese gelöscht, arbeitet mein Owncloud Client wieder wie er soll.

Eine nachhaltigere Lösung habe ich bisher nicht gefunden.

Update [09.11.12] Für den Client 1.1.1 mit Owncloud 4.5.1 hat sich das Verzeichnis offensichtlich verschoben, jetzt findet sich die zu löschende „lock“-Datei im Ordner /home/[USERNAME]/.local/share/data/ownCloud.

Owncloud – Benutzer anlegen funktioniert nicht

Mit der Version 4.0.4 von Owncloud war es mir nicht möglich eine/n neue/n Nutzer_in anzulegen. Auf der Suche nach dem Grund habe ich einen Bugreport gefunden.

Um wieder Nutzer_innen anlegen zu können muss die Zeile 216

location.reload();

aus der Datei users.js im Verzeichnis settings/js/ der Owncloudinstallation gelöscht werden.

Nachdem ich die Owncloud Seite neu geladen hatte funktionierte dann wieder alles wie gewohnt. Sollte das nicht funktionieren muss evtl. der Browser Cache geleert werden.

Fehlschlag beim Holen von [Paketquelle]

Seit einigen Tagen weigerte sich meine Aktualisierungsverwaltung die Paketquellen komplett zu updaten und folgende Fehlermeldung wurde angezeigt:

Fehlschlag beim Holen von http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/dists/precise/universe/binary-amd64/Packages  404  Not Found [IP: 141.30.13.10 80]

Ich habe nicht rausgefunden, warum dies nur bei einem von mehreren Ubuntu PCs passierte, allerdings habe ich einen Workaround entdeckt der vielleicht auch anderen Menschen mit einem solchen Problem hilfreich ist.

Weitergeholfen hat bei mir den Pakequellenserver auf den Haupserver umzustellen. Dies lässt sich über die „Software-Paketquellen“ GUI einstellen. Diese kann (beispielsweise) über den Link „Einstellungen …“ direkt in der Aktualisierungsverwaltung („Aktualisierungen„) geöffnet werden.

Unter dem Reiter „Software von Ubuntu“ befindet sich hinter „Herunterladen von:“ ein dropdown Menü in welchem der „Haupt-Server“ ausgewählt werden kann. Nach einem weiteren Klick auf „Prüfen“ in der „Aktualisierungsverwaltung“ sollten sich dann alle Paketquellen wieder vollständig aktualisieren.

GnuPG-Verschlüsselung mit Nautilus funktioniert wieder

Die GnuPG-Plugins für Nautilus und Gedit (seahorse-plugins) sind mit Ubuntu 11.10 aus den Paketquellen verschwunden. (siehe dieser Artikel). Jetzt gibt es mit Ubuntu 12.04 zumindest wieder ein GnuPG-Plugin für Nautilus. Das zu installierende Paket heißt

seahorse-nautilus

Nach der Installation muss Nautilus neu gestartet werden, das erledigt der Befehl

nautilus -q

im Terminal, alternativ hilft auch ab- und wieder anmelden.

Danach sollten bei einem Rechtsklick auf eine Datei oder einen Ordner die Optionen „Verschlüsseln …“ und „Signieren“ vorhanden sein.